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Erlebnisbericht


New York City Marathon 2006

[ZOOM] LaufsportNur 26,2 Milen oder ein US-Lauftraum von
42,16 km
Erlebnisbericht  von André Hauschke

Es ist soweit, über uns fliegt eine fette Propellermaschine der Air Force und ein lauter Knall lässt die 38000 Läufer des diesjährigen New York City Marathons vor der Kulisse der Verrazano-Narrows Brücke aufraunen.

Der Startschuß ist pünktlich am Sonntag 10.10 Uhr gefallen und neben Lance Armstrong und den Läufergiganten wie dem Brasilianer Marilson Gomes dos Santos, den Kenjanern Kiogora und Paul Tergat dürfen auch wir an diesem Läufertraum für Marthonies in NewYork teilnehmen.

Das dreieinhalbstündige Ausharren an diesem klirrend kalten, aber sonnigem Morgen hat endlich ein Ende. Die mitgebrachten alten warmen Sachen, die nach dem Lauf „cultgemäß“ an Obdachlose von New York verteilt werden, fliegen in hohem Bogen über die Starterfelder. „Ich wüsste ja schon mal gerne, wer denn nun meine alte warme Sportjacke mit der Aufschrift des Euskirchener Vereins in New York in Harlem oder in der Bronx  wo und wie tragen wird?“

Schnell ist die Zeitverschiebung und die lange Vorbereitung auf diese von mir geplante und für die Gruppe ausgearbeitete Reise vergessen, denn die Blöcke der Teilnehmer in den von uns angestrebten Marathonzielzeiten setzen sich langsam in  Bewegung.

Auch ich, der den Laufsport als Multisportler eher als ein „Erlebnis mit Freunden Sportmachen zu können“ ansieht bzw. den Genuß über das Erlebnis auf der Strecke und nicht die Zeit in den Vordergrund stellt, sollte vollends bei diesem Wettbewerb in“ Big Apple“ absolut belohnt werden.

Mit diesem Gedanken  habe ich versucht auch meine 13 köpfige Laufgruppe, die aus Führungskräften und Topmanagern der deutschen Wirtschaft bestand, auf dieses Rennen vorzubereiten und mit ihren  persönlich gesteckten Zielen über fast ein Jahr auf diesen Marathon zu betreuen und zu motivieren.

Dabei sollten es doch nur 26,2 Milen sein oder wie der Europäer sagt,halt 42,16 Kilometer. Eigentlich egal was man nimmt! Es bleibt die gleiche Länge und die sollte man laufend genießen. Aber genau das ist es eben, was man in New York vergisst und es wird für jeden von uns zu einem Lauf-Event der besonderen Art.

Schon nach den ersten Schritten auf die lange aufsteigende Verrazano Bridge links mit dem Fernblick zur Freiheitsstatue ,erinnerte ich mich an den Beginn der vor zwei Tagen begonnenen Reise zurück, als uns die georderte Stretchlimousine - XXL ,nach dem achtstündigem Flug , mit einer 6 stündigen Zeitverschiebung von Frankfurt, vom New Yorker JFK-Airport ,Ortszeit  um 20.00 Uhr,  dort abholte.Großartig präsentierte sich die hellbeleuchtete, abendliche Skyline von Manhatten, die für uns als Europäer so unendlich groß, hoch und US-gigantisch erscheint. Die Türme vom Empire State oder dem Chrysler Building fallen wie auch das „ Top of the Rock“ dem Rockefeller Center direkt ins Auge. Mir wurde mit jedem Schritt klar, dass es etwas ganz besonderes werden wird, hier den Marathon durch die für mich noch unbekannten Stadtteile laufend ,erleben und genießen zu dürfen.

Im Gegensatz zu meiner Frau und für mich, war meine zu betreuende Gruppe der Manager recht New York erfahren und so wurden wir auf dem abendlichen Hinweg vom Flughafen nach Midtown zu unserem Hotel dem New York Palace direkt an der Madison Avenue, über sämtliche Checkpunkte des Marathons, obwohl ich sie eigentlich auch schon kannte, live in der netten Runde der Limousine informiert.

Von Staten Island,dem Fort Wadsworth, über die oben beschriebene Brücke sollte uns der Weg durch die Stadteile Queens, Brooklyn, schließlich über die Queensboro Bridge wieder auf die First Avenue bei Mile 16 nach Manhatten bringen, um diese lange Gerade dann stadtauswärts Richtung Bronx laufen zu dürfen. Ein Kurztripp in der Bronx mit den am Wegesrand  rappenden Musikgruppen und den begeisterten Zuschauern sollte der nördlichste Wendepunkt des Marathons sein, um letztlich über die Fifth Avenue Uptown über Harlem in den sehr hügeligen Central Park zu gelangen, um dann in den Zielbereich Stadtmitte, Midtown einlaufen zu dürfen.

Hört sich doch ganz locker an und es ist auch so: denn wenn man sich vorstellt, ständig in einem vollen Stadion mit anfeuernden kreischenden Fans, die sogar meinen Namen rufen laufen zu können, ist diese Distanz auch wirklich realisierbar. Denn die bis dato mir unbekannten Adrenalinschübe besonderer Läuferart, bewirken bei jedem Teilnehmer ein Glücksgefühl…ein Runners High der Extraklasse und motivieren absolut die Strecke zu genießen und gut zu schaffen. Woher die Zuschauer unseren Namen kennen? Ach ja, dank dem Adidas - Bekleidungs Sponsoring hatte ich für meine Gruppe die Vornamen auf dem Trikot brustseits anbringen lassen, was wirklich dankbar von unseren fast 3 Millionen Fans angenommen wurde und bei den endlosen Verpflegungsstellen zu einer Getränkebelohnung führte!“

Ganz allein war ich ja nicht mit meiner Gruppe denn wie es sich gehört ist auch New York nur ein Dorf .Wenn es drauf ankommt, dann trifft man unter allen aktiven Läufern sogar die, die auch in Euskirchen als  absolut marathonbegeisterte LC-Läuferin gilt. Kurz vor dem Start traf ich natürlich auch Elke Franzke die gemeinsam mit ihrem Sohn und einem Arbeitskollegen sich den Wunsch  den New York den Marathon zu erleben, erfüllte.

Letztlich ist Elke und  wir alle gefinished und stehen seit Montag auch mit unserer Zeit in den Listen des New York City Marathon von nur 26,2 Milen neben dem Finisher Lance Armstrong und dem Sieger Gomes dos Santos 2:09:58 und der Siegerin Jelena Prokopcuka 2:25:05 in der New York Times.

Ich hatte noch bei meiner Zeit von 4:16:52 Std ,im Gegensatz zu den oben erstgenannten Läufern und zu meinem schnellsten Manager, aus der von mir betreuten Gruppe der Führungskräfte, der eine Zeit von 3:44:27 lief,  jede Menge Zeit mit der Digi-Cam Fotos während des Laufes zu schießen.

Diese sind voraussichtlich in Kürze in meinem vor dem Marathon  neu eröffnetem Geschäft zu sehen, sowie weitere Infos für einen Start 2007 sind bei mir jederzeit zu erhalten. Es wird sicherlich eine NY-Wiederholung geben.

Ich kann es jedem nur empfehlen, einmal New York läuferisch zu erleben, vor allem dann wenn man sich frühzeitig um sein Marathontraining und um die Reise kümmert ist es durchaus auch für jeden realisierbar…denn vieles was zum Lauf und der Bewältigung eines  Marathons gehört ,ist in erster Linie Kopfsache und die Bereitschaft an einem läuferischen Ziel festzuhalten bzw. daran und an sich zu arbeiten.

André Hauschke  



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